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Lexikon wichtiger Begriffe zum Thema Schlafapnoe.
Achtung: Dieses Lexikon erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.

AC-Betrieb

aus dem engl. (Alternating Current = Wechselstrom)

abgeleitete Abkürzung, für den Betrieb eines Gerätes am Wechselstromnetz.

Anpassungsprobleme

Beschwerlichkeiten während der Zeit der Gewöhnung an eine CPAP-Therapie

Je nach individueller Empfindlichkeit kann die Gewöhnung an das Tragen einer Maske und das Atmen unter erhöhtem Luftdruck mehrere Tage bis Wochen dauern. Qualitativ hochwertige Geräte erleichtern die Gewöhnung.

Apnoe

(Apnoia, griechisch = Windstille), Atemstillstand von mehr als 10 Sekunden Dauer.

Man unterscheidet drei Arten von Apnoen:

  • Obstruktive Apnoe
  • Zentrale Apnoe
  • Gemischte Apnoe

Eine Hypopnoe ist eine Reduktion der abdominalen Thorax-Bewegung und des naso-oralen Durchflusses, also eine plötzliche Verringerung der Atemaktivität um die Hälfte, wenn dieser Zustand mindestens 10 Sekunden andauert.

Apnoe-Index

Anzahl der Schlafapnoen pro Stunde, deren Dauer mindestens 10 Sekunden beträgt

Wenn im Schlaf nicht mehr als 5 Schlafapnoen in einer Stunde auftreten, dann ist das noch gesund. Behandlungsbedürftig sind Patienten mit einem Apnoe-Index von 10 und größer, wenn also im Schlaf in einer Stunde mehr als 10 Schlafapnoen auftreten. Eine Anzahl von mehreren hundert Schlafapnoen in einer Nacht ist gar nicht so selten. So kann im Schlaflabor für viele Patienten überraschend nachgewiesen werden, dass sie während eines achtstündigen Schlafes insgesamt mehr als zwei Stunden nicht geatmet haben. Der Schlaf wird dadurch zu einer außerordentlichen Belastung für den gesamten Organismus.

Apnoenfolgen

Individuelle und gesellschaftliche Auswirkungen der obstruktiven Schlafapnoe

In der Bundesrepublik Deutschland leidet schätzungsweise jeder 10. Mann im Alter zwischen 40 und 60 Jahren an obstruktiven Schlafapnoen. Die unmittelbaren Folgen sind abnorme Tagesmüdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit und Konzentrationsstörungen. Untherapiert entstehen als Spätfolgen vor allem Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems mit deutlicher Verringerung der Lebenserwartung.

24% der tödlichen Unfälle auf bundesdeutschen Autobahnen und wahrscheinlich 50% aller tödlichen Verkehrsunfälle überhaupt sind nach einer Untersuchung des HUK-Verbandes auf Einschlafen am Steuer zurückzuführen. Dauermüdigkeit ist ein Hauptsymptom der obstruktiven Schlafapnoe. Auch an Arbeitsunfällen haben Personen, die unter Schlafapnoen leiden, einen höheren Anteil.

Atemantrieb

Organe zur Aufrechterhaltung des Atemvorgangs

Zum Atemantrieb zählen die Atempumpe und das Atemregulationszentrum im Zentralnervensystem (Gehirn). Das Auftreten von Apnoen gilt als Störung des Atemantriebs, wobei eine zentrale Apnoe durch das Atemregulationszentrum im Gehirn verursacht wird.

24% der tödlichen Unfälle auf bundesdeutschen Autobahnen und wahrscheinlich 50% aller tödlichen Verkehrsunfälle überhaupt sind nach einer Untersuchung des HUK-Verbandes auf Einschlafen am Steuer zurückzuführen. Dauermüdigkeit ist ein Hauptsymptom der obstruktiven Schlafapnoe. Auch an Arbeitsunfällen haben Personen, die unter Schlafapnoen leiden, einen höheren Anteil.

Atemarbeit

Für die Überwindung von Atemwiderständen und Atemwegswiderständen aufzubringende Körperenergie

Wenn es in der Natur keine Strömungswiderstände geben würde, dann wäre auch der Atemvorgang reibungsfrei und ohne Aufwendung von Pump-Energie bzw. Pump-Arbeit möglich. Treppensteigen, Laufen oder jede andere körperliche Anstrengung würde niemals Atemnot herbeiführen.

Physikalisch ist Atemarbeit das Produkt aus dem bewegten Luftvolumen und dem von der Atemmuskulatur aufgebrachten Pumpensog bzw. Druck. Während einer Atemtherapie muss die Atemmuskulatur zusätzliche Atemarbeit leisten, denn die Atemluft strömt nicht nur durch die Atemwege des Menschen, sondern auch noch durch Kanäle und Schläuche des CPAP. So muss die Atemmuskulatur nicht nur den Atemwegswiderstand der Lunge, sondern zusätzlich auch noch den inneren Strömungswiderstand des Gerätes überwinden.

Atemflow

Flow, Atemluftstrom, Volumenstrom mit der Maßeinheit Liter (Luft) pro Sekunde. In der Medizintechnik wird der Atemflow oft noch in Liter pro Minute angegeben.

Bei ruhiger Atmung erreicht der Exspirationsflow bei einem Erwachsenen in der Spitze nur etwa 0,5 l/s. Eine schnelle Atmung nach leichter Anstrengung, etwa nach zwei Stockwerken Treppensteigen kann den Flow je nach Kondition schon auf 2 l/s bringen. Sportler erreichen bei heftiger und tiefer Atmung einen Spitzenflow von mehr als 10 l/s. Die Stärke von Inspirationsflow und Exspirationsflow ist zumeist unterschiedlich. Der Flow wird durch den Strömungswiderstand der Atemwege begrenzt. Je größer der Atemwegswiderstand ist, desto mehr Luftdruck muss die Atemmuskulatur aufbringen, um den gleichen Atemflow zu bewirken.

Atemfrequenz

Anzahl der Atemzüge pro Minute mit der Maßeinheit /min oder

min-1 . Im englischen wird die Atemfrequenz meist in bpm (breath per minute) angegeben.

Die Atemfrequenz ist von verschiedenen Faktoren, wie Alter, Körperhaltung, körperlicher Belastung, psychischen Faktoren usw. abhängig. Im Anschluss an eine Schlafapnoe können sich sowohl Atemfrequenz als auch Atemtiefe erheblich erhöhen. Ein CPAP sollte auch in einer derartigen Atemsituation ausreichend Luft liefern können.

Atemfrequenzspektrum

Frequenzdarstellung des Signalverlaufes eines Atemvorgangs

Wenn es auf die Untersuchung des zeitlichen Verlaufes von Atemflow oder Atemvolumen ankommt, dann eignet sich die Liniendarstellung dieser Signale am besten. Wenn es aber darauf ankommt, diese Signale zu verarbeiten, dann muss bekannt sein, welche (sinusförmigen) Frequenzanteile in den Signalen enthalten sind. Die Zerlegung eines Signalverlaufes in sein Spektrum erfolgt mit Hilfe der Fourieranalyse.

Eine Analyse des menschlichen Atemflow ergibt, dass die größten Amplituden bei Frequenzen von 0,2 Hz bis 1 Hz vorhanden sind. Allerdings existieren auch noch Frequenzanteile von mehr als 5 Hz. Ein CPAP sollte seinen Therapiedruck möglichst unabhängig von der Atemfrequenz konstant einstellen können.

Atemmechanik

Koordinierte Tätigkeit der Atemmuskulatur zum Herbeiführen einer Ventilation der Lunge, bestehend aus Inspiration und Exspiration.

Atemminutenvolumen

Atemluftverbrauch, das in 1 Minute eingeatmete (ventilierte) Luftvolumen. Der Normalwert eines Erwachsenen beträgt 6 l bis 8 l.

Atemnot

Ein Zustand, in dem mehr Luft benötigt wird, als die Atempumpe aufbringen kann.

Erhöhter Luftbedarf entsteht bei oder nach körperlicher Anstrengung, erkennbar an einer schnellen und tiefen Atmung. Aber auch im Schlaf, im Anschluss an eine länger andauernde Apnoe, kann ein erhöhter Luftbedarf entstehen, wenn der Organismus einen Kohlendioxid-Überschuss schnell abatmen will.

Würde man einem Menschen die Atemluft über eine verengte Röhre zuleiten, so käme er schnell in Atemnot. Da ein CPAP nicht frei von inneren Strömungswiderständen ist, vergleichbar mit einer verengten Röhre, kann auch ein leistungsschwaches Therapiegerät Zustände von Atemnot herbeiführen.

Atempumpe

Gesamtheit aller Organe für die Atemmechanik, also Lunge, Atemwege und Atemmuskulatur. Der Hauptmuskel der Atempumpe ist das Zwerchfell.

Atemsystem

Summe aller Gasführungseinrichtungen eines Atemtherapiegerätes vom Frischlufteingang bis zur Patientenanschlussöffnung.

Atemtrigger

Vorrichtung zur Erkennung des Beginns einer spontanen Inspiration oder Exspiration. In einem Bi-Level Gerät dient das Signal des Atemtriggers zur Umschaltung zwischen den beiden Druckniveaus.

Die Funktion des Atemtriggers wird von allen Bi-Level Benutzern als wesentliches Qualitätsmerkmal des Gerätes empfunden. Eine Triggerstörung liegt beispielsweise vor, wenn der Trigger den Beatmungsdruck bereits umschaltet, wenn die aktuelle Ein- oder Ausatemphase noch gar nicht beendet ist oder wenn der Trigger selbst dann keine Druckumschaltung auslöst, wenn die jeweilige Atemphase längst beendet ist. Triggerstörungen entstehen auf Grund technischer Unzulänglichkeiten.

Am Luftstrom aus dem CPAP ist nur schwer erkennbar, ob eine Inspiration oder eine Exspiration bevorsteht. Beispielsweise können Herzkontraktionen am Ende des Ausatemvorgangs Luftwellen auslösen, die den Beginn einer Inspiration vortäuschen. Der Atemtrigger schaltet in diesem Fall vorzeitig auf den Inspirationsdruck, wenn der Patient noch gar nicht ganz ausgeatmet hat und erzwingt ein Einatmen.
Auch eine undichte Maske kann Triggerstörungen hervorrufen. Die zusätzlich ausströmende Luft könnte einen Inspirationsbeginn vortäuschen. Ein hochwertiger Atemtrigger muss einerseits Fremdeinwirkungen erkennen und sollte sich andererseits auch den unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Schlafphasen anpassen können (lernfähiger Trigger).

Die ältesten Triggerverfahren beruhten auf der Erkennung von Druckschwankungen in der Maske. Der Trigger hat also immer erst dann ausgelöst, nachdem der Patient aktive Atemanstrengungen gegen das Gerät unternommen hat. Mit der Verbesserung der Druckregeleigenschaften wurden die Druckschwankungen in der Maske allerdings immer weniger auswertbar und der “Drucktrigger” musste durch den “Flowtrigger” abgelöst werden. Da auch der Flowtrigger mit Mängeln behaftet ist, wurden zusätzliche Softwarekomponenten entwickelt. Inzwischen ist man in der Lage, den richtigen Zeitpunkt für einen Druckwechsel im Voraus zu berechnen. Moderne Triggerverfahren wie beispielsweise Bi Track von Hoffrichter reduzieren die Anstrengungen des Patienten zur Triggerauslösung nahezu auf Null.

Atemwegswiderstand

engl. Resistance, Druckverlustbeiwert oder Behinderungsbeiwert der Luftströmung in den Atemwegen von den natürlichen Atemöffnungen bis in die Lunge. Seine Maßeinheit ist Druck(Bedarf) pro Strömungsstärke und wird üblicherweise in hPa/(l/s) angegeben.

Die Strömungswiderstände der Bronchien, insbesondere der kleinen Verzweigungen in der Lunge und die Eintrittsöffnungen in die Lungenbläschen behindern eine freie Luftströmung. Auch die oberen Atemwege im Hals-, Nasen- und Rachenbereich behindern die Luftströmung insbesondere dann, wenn eine obstruktive Apnoe vorliegt. Bei einem Totalverschluss der Atemwege ist der Atemwegswiderstand unendlich groß.

Der Atemwegswiderstand ist der wichtigste atemphysiologische Parameter überhaupt und gibt an, wie viel Druck die Atemmuskulatur erzeugen muss, damit ein bestimmter zum Leben erforderlicher Atemluftstrom zustande kommt. Damit bestimmt der Atemwegswiderstand nahezu allein, wie groß der Anteil derjenigen Pumpenergie ist, die der menschliche Organismus für die Aufrechterhaltung des Atemvorgangs bereitstellen muss.

Der Atemwegswiderstand ist vom Füllungszustand der Lunge abhängig und bei maximaler Inspiration infolge der Weitstellung aller Atemwege am kleinsten.

Der Mittelwert des Atemwegswiderstandes setzt sich aus einem inspiratorischen und einem exspiratorischen Anteil zusammen und beträgt bei einem gesunden Erwachsenen etwa 1,8 hPa/(l/s). Ein mittlerer Atemwegswiderstand von größer als 3,5 hPa/ (l/s) gilt als pathologisch und ist behandlungsbedürftig.

Zur exakten Bestimmung des Atemwegswiderstandes ist ein Ganzkörperplethysmograph erforderlich. Während der Untersuchung mit diesem aufwändigen Gerät sitzt der Patient in einer abgedichteten Kammer und führt nach Anweisung des Untersuchers bestimmte Atemmanöver aus. Dabei werden Atemflow, Atemvolumen, Kammerdruck des Gerätes und Mund-Verschlussdruck registriert. Ein Computerprogramm errechnet daraus den Atemwegswiderstand.

Atemwiderstand

engl. Viscance, der visköse Widerstand des Lungengewebes

Bei der Füllung und Entleerung der Lunge muss auch Zell- und Fettgewebe gegeneinander verschoben oder bewegt werden. Den dabei zu überwindenden Reibungswiderstand des Gewebes bezeichnet man als Viscance, während die Überwindung der (Luft)Strömungswiderstände als Resistance bezeichnet wird.

Mit zunehmendem Alter geht die Elastizität des Gewebes von Lunge und Brustkorb zurück, das Lungenmaterial wird steifer und ist schwerer zu füllen. Infolgedessen nimmt der Atemwiderstand zu.

Atemzugvolumen

Mit einem Atemzug eingeatmetes Luftvolumen. Das Atemzugvolumen eines Erwachsenen in Ruheatmung beträgt etwa 0,5 l.

Ausatemventil

Das Ausatemventil an einem CPAP dient der Abführung der CO2-belasteten, verbrauchten Atemluft aus dem Atemsystem eines Beatmungsgerätes.

Das Drehgelenk zwischen Atemschlauch und Maske wird meist gleichzeitig als Ausatemventil benutzt und besitzt zu diesem Zweck eine Öffnung von etwa 12 mm² nach außen. Die Abluftmenge, die durch diese Öffnung entweicht, ist zeitlich konstant und nur von der Höhe des Therapiedruckes, jedoch nicht von der Atemaktivität abhängig. Ausatemventile mit zu kleiner Öffnung oder ein Therapiedruck von kleiner als 4 hPa kann zu einer Rückatmung verbrauchter Atemluft führen. Eine Rückatmung kann außerdem auftreten, wenn sich das Ausatemventil zu weit weg von der Maske befindet. Ausatemventile werden aus diesem Grund auch als Öffnungen direkt in der Maske ausgeführt. Auch hier müssen die Öffnungen groß genug sein, dass bei dem eingestellten Therapiedruck eine größere Luftmenge aus dem Maske-Schlauch-System entweichen kann, als der Patient ausatmet.

Auto-Adjust-Geräte

selbstregulierendes CPAP, Auto-CPAP

Ein AutoCPAP stellt den Therapiedruck automatisch immer so ein, dass er so groß wie nötig und so klein wie möglich ist. Nahezu alle Geräte werten für die Gerätesteuerung den zeitlichen Verlauf des Atemflow aus. Typisch für eine beginnende Obstruktion ist nämlich eine sog. Flowlimitation, bei der der Atemflow nach anfänglich normalem Anstieg für den weiteren Teil der Inspirationsphase auf ein mäßiges Niveau zurückgeht.

Viele Geräte arbeiten ausschließlich mit dem Parameter Flowlimitation. Andere Geräte benutzen den Parameter Änderung des Atemwegswiderstandes und wieder andere beziehen das mit einem Mikrofon messbare Schnarchgeräusch in die Gerätesteuerung ein. Das Gerät AutoTREND® von HOFFRICHTER arbeitet dreikanalig und benutzt zur Gerätesteuerung den mittels Infraschallwellen festgestellten Atemwegswiderstand des Patienten, die Flowlimitation und das eventuell auftretene Schnarchgeräusch. Dadurch ergibt sich eine sehr sichere Detektion der Apnoearten obstruktiv oder zentral und damit eine optimale Druckanwendung.

Außenläufermotor

Elektromotor, bei dem sich der Rotor als zylindrischer Magnet um die axial angeordneten Statorwicklungen dreht.

Praktisch handelt es sich um eine Umkehrung von Stator und Rotor eines Elektromotors. Beim Außenläufermotor dreht sich das aus einem Dauermagneten bestehende Motorengehäuse um eine feststehende Ankerwicklung. Da die Wicklungen nicht rotieren, entfallen rotierender Kollektor und funkenbildende Bürsten und damit die strombegrenzenden Motorbauteile. Stattdessen wird das Prinzip der elektronischen Kommutierung angewendet und der Betriebsstrom über Halbleiterschalter in beliebig steuerbarer Größe in die Motorwicklungen geschaltet. Nach dieser Technologie können sehr kleine Motoren mit hohem Drehmoment und hoher Drehzahl gebaut werden.

Der elektronisch kommutierte EC-Außenläufermotor ist immer noch der am meisten verwendete Motor in Atemtherapiegeräten, nicht nur wegen seiner Leistungsdichte, sondern auch wegen seiner hohen Lebensdauer infolge der elektronischen Kommutierung und wegen seines niedrigen Preises aufgrund seiner Massenherstellung.

Neben dem EC-Außenläufermotor gibt es den elektronisch kommutierten Innenläufermotor mit hervorragender Dynamik. Erst mit diesen Motoren ist eine schnelle Druckänderung ausschließlich durch Drehzahländerung realisierbar. Dabei werden Ansprechzeiten erreicht, die bislang nur in ventilgesteuerten Systemen möglich waren.

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Lexikon wichtiger Begriffe zum Thema Schlafapnoe
mit freundlicher Genehmigung der Firma Hoffrichter übernommen

Bakterienfilter

siehe Mikrobenfilter

Befeuchter

Atemluftbefeuchter, Gerät zur Anreicherung der Therapieluft mit Wasserdampf, um ein Austrocknen der Schleimhäute in Nase und Rachenbei trockner Raumluft zu vermeiden.

Ausgetrocknete Schleimhäute sind nicht nur unangenehm für den Patienten. Sie verlieren auch ihre Abwehrfunktion gegenüber Krankheitserregern und das besonders im Winter, wenn die Wohnräume beheizt und die Luft besonders trocken ist.

Atemluftbefeuchter werden in den Luftströmungsweg zwischen CPAP und Therapieschlauch geschaltet und besitzen einen Wasserbehälter. Die Therapieluft wird über die Wassereroberfläche geleitet und reichert sich dabei mit Wasserdampf an. Bekannt sind

  • externe Befeuchter und
  • integrierte Befeuchter.

Bei einem aktiven oder beheizbaren Befeuchter wird der Wasserbehälter mit einer einstellbaren elektrischen Heizung beheizt. Dadurch wird der Verdunstungsvorgang verbessert und verhindert, dass die Atemluft durch die entstehende Verdunstungskälte klamm wird. Kaltluftbefeuchter besitzen keine Heizung. Ihre Wasseroberfläche ist in der Regel sehr viel größer als bei einem beheizbaren Befeuchter. Die Benutzung von Befeuchtern erfordert die Beachtung besonderer Hygienevorschriften. So muss der Wasserbehälter täglich abgenommen und gereinigt werden.

Externe Befeuchter sind vollkommen selbständige Zusatzgeräte, die über eine Schlauchverbindung mit dem CPAP verbunden werden. Der Patientenschlauch wird am Befeuchter angeschlossen. Der Druckverlust am Befeuchter kann durch die Steuerung des CPAP nicht ausgeglichen werden. Der spätere Kauf eines externen Befeuchters erfordert daher eine Korrektur der Therapiedruckvorgabe.

Integrierte Befeuchter sind in das CPAP-Gerät integriert. Ein Druckverlust über dem Befeuchter wird durch das CPAP automatisch ausgeglichen. Bei dem sogenannten aufsteckbaren Befeuchter handelt es sich um eine Designvariante des integrierten Befeuchters. Nach Abnehmen der reinigungspflichtigen Befeuchterteile Wasserbehälter und Kopplungselement ist nicht mehr erkennbar, dass das CPAP einen integrierten Befeuchter besitzt. Damit wirkt das Gerät selbst dann vollständig, wenn die Befeuchtung in den Sommermonaten ausgesetzt wird. Außerdem ist die Handhabung einfacher.
Externer Befeuchter

Beiwert

siehe Koeffizient

Betriebsgeräusch

Geräusch, das von der Gehäuseoberfläche eines Beatmungsgerätes abgestrahlt wird.

Das Betriebsgeräusch eines CPAP wird üblicherweise als Schalldruckpegel in dB(A) angegeben. Der Schalldruckpegel ist eine logarithmische Größe. Der Zusatz (A) bedeutet, dass eine dem menschlichen Hörempfinden angepasste Schallfrequenz-Bewertung durchgeführt wurde.

Beispiele für verschiedene Schalldruckpegel:

Schmerzgrenze: 130 dB(A)
Schnellzug: 100 dB(A)
KfZ-Standgeräusch: 80 dB(A)
Ruhiges KfZ-Innengeräusch: 50 dB(A)
Ruhiger Park: 30 dB(A)
Abgelegener und völlig ruhiger Raum: 15 dB(A)
Wahrnehmungsgrenze: 0 dB(A)

Um einen ungestörten Schlaf zu gewährleisten, darf das Betriebsgeräusch eines CPAP bei einem Therapiedruck von 10 hPa einen Schalldruckpegel von 30 dB(A) in 1 m Abstand zum Gerät nicht überschreiten. Moderne Geräte unterschreiten diesen vorgeschriebenen maximalen Geräuschpegel deutlich.

Die A-Bewertung des Schalls lässt allerdings ein Tonempfinden außer Acht. So können leise Geräusche stören, wenn sie monoton oder aggressiv sind und laute Töne (z. B. Musik) können angenehm empfunden werden. Neben dem Betriebsgeräusch des Gerätes gibt es während der Atemtherapie noch weitere Geräuschquellen, die als störend empfunden werden.

Betriebsstundenzähler

Zeitmesser, der in ein Gerät integriert die Betriebsdauer aufzeichnet.

Seine Funktion ist mit der eines Kilometerzählers im Auto vergleichbar und dient der Ermittlung von Inspektionsterminen.
In einem Atemtherapiegerät befinden sich meist mehrere Betriebsstundenzähler. So können beispielsweise

  • Therapiezeit (Gerät erzeugt Therapiedruck),
  • Gebläselaufzeit und
  • Gesamtbetriebszeit

getrennt aufgezeichnet werden. Betriebsstundenzähler unterscheiden sich von einem Compliance-Speicher dadurch, dass keine Angabe zu den konkreten Benutzungsintervallen und Terminen vorliegen, sondern lediglich Summenwerte.

Bi Track

Markenname für ein Triggerverfahren von HOFFRICHTER

Mit dem Bi Track Logo gekennzeichnete Geräte zeichnen sich dadurch aus, dass die Anstrengung zum Auslösen des Triggers auf Null reduziert werden kann. Der Algorithmus ermöglicht die Einstellung von 5 verschiedenen Auslöseschwellen, getrennt für Inspiration und Exspiration. Bei der kleinsten Stufe Null sind zum Auslösen des Triggers keine Anstrengungen mehr erforderlich. Das Verfahren ermöglicht die Einstellung einer Flankensteilheit des Druckübergangs und damit einen optimal gesteuerten Luftstrom.

Bi-Level-Gerät

Gerät zur Erzeugung von positivem Atemwegsdruck (CPAP) mit zwei Druckniveaus an der Patientenanschlussöffnung während des Atemzyklus.

Ein Bi-Level-Gerät ist ein spezielles CPAP mit zwei unterschiedlichen Druckvorgaben, einem sog. IPAP für die Inspiration und einem EPAP für die Exspiration. Bi-Level Geräte werden mit unterschiedlichen Bi-Level Funktionen ausgestattet:

  • Bi-Level-S-Funktion;
  • Bi-Level-ST-Funktion;
  • Bi-Level-T-Funktion.

Im S-Modus (Spontanatmungs-Modus) wird die Umschaltung von dem einen auf das andere Druckniveau ausschließlich von den Atemanstrengungen des Patienten abgeleitet. Zur Feststellung der richtigen Zeitpunkte für eine anstehende Druckumschaltung dient ein Atemtrigger.

Im ST-Modus (Spontanatmungs- und Time-Modus) erfolgt die Druckumschaltung genau so wie im S-Modus, solange der Patient noch spontane Atemanstrengungen unternimmt. Wenn diese ausbleiben, schaltet das Gerät automatisch in den T-Modus und beginnt automatisch eine zyklische Druckumschaltung mit einer vorgegebenen Atemfrequenz. Das führt zu einer vorübergehenden künstlichen Beatmung und in der Regel zum Abbruch der Apnoe. Beim Wiedereinsetzen von Spontanatmung wird der T-Modus wieder verlassen und das Gerät schaltet in den S-Modus zurück.
Im T-Modus (Time-Modus) ist die Inspirationsdauer fest vorgegeben. Außerdem muss die Exspiration in einer vorgegebenen Zeit beendet sein. Triggerimpulse werden nur akzeptiert, um die Exspirationszeit abzukürzen, wodurch der Patient die Möglichkeit hat, seine Atemfrequenz zu erhöhen.

Die zwei Druckniveaus werden konventionell dadurch erzeugt, dass der kleinere Druck mit Hilfe einer Ventilmechanik aus dem größeren Druck abgeleitet wird. Modernere Verfahren benutzen hochdynamische Gebläse und verändern den Druck durch schnelle Gebläse-Drehzahländerungen.

Bi-Level-Therapie

CPAP-Therapie mit 2 unterschiedlichen Druckniveaus

Eine Bi-Level-Therapie kann erforderlich werden, wenn eine Mono-Level CPAP-Therapie nicht den gewünschten Therapieerfolg bringt oder die Behandlung Drücke von 10 hPa und mehr erfordert.

Bei der Bi-Level-Therapie wird der Druck während der Exspiration abgesenkt und während der Inspiration wieder erhöht und so die Arbeit der Atempumpe unterstützt.

Viele Patienten beginnen zunächst mit einer Mono-Level-Therapie und müssen Jahre später auf eine Bi-Level-Therapie umgestellt werden.

Bode-Diagramm

Abhängigkeit eines Parameters von der Frequenz, andere Bezeichnungen sind Frequenzgang oder Frequenzkennlinie bzw. Amplitudenkennlinie.

Nach dem amerikanischen Techniker BODE benannte grafische Darstellung, bei dem in x-Richtung die Frequenz und in y-Richtung ein von der Frequenz abhängiger Wert, beispielsweise die Druckvarianz oder die Impedanz abgetragen ist. Bode-Diagramme findet man fast regelmäßig in HiFi-Anlagen auf Lautsprechern und Verstärkern abgebildet.

Das Bode-Diagramm eines CPAP zeigt die Abhängigkeit der Druckstabilität bzw. des Innenwiderstandes in Abhängigkeit von der Messfrequenz.

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CE-Zeichen

Verwaltungszeichen, das eine Übereinstimmung der bei Entwicklung und Fertigung eines Produktes angewendeten Normen mit den europaweit geltenden Normen erklärt.

Gemäß dem Medizinproduktegesetz (MPG) müssen Hersteller von Medizinprodukten in ihrem Betrieb ein Qualitätssicherungssystem (QM-System) errichten und pflegen. Der funktionsfähige Zustand des QM-Systems wird von akkreditierten Überwachungsorganisationen, wie TÜV oder DEKRA regelmäßig in sogenannten Kontroll- oder Zertifizierungsaudits überprüft. Ein CE-Zeichen darf auf Medizinprodukten nur dann angebracht werden, wenn die Audits die Wirksamkeit des QM-Systems bestätigen.

Eine vierstellige Ziffer hinter dem CE-Zeichen kennzeichnet eine sogenannte “Benannte Stelle”. Beispielsweise bedeutet CE 0123, dass der TÜV Süddeutschland das CE-Zeichen erteilt hat.

CPAP

Gerät zur Therapie obstruktiver Schlafapnoen. Die pneumatische Leistungsfähigkeit eines CPAP wird durch seine Druckstabilität bestimnmt.

CPAP = Continuous Positive Airway Pressure (kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck); Gerät zur Erzeugung einer künstlichen Atematmosphäre, deren Druck gegenüber der Normalatmosphäre erhöht ist. Infolge des höheren CPAP-Drucks in den oberen Atemwegen bleiben diese gleichermaßen “aufgepumpt” und durchgängig für eine freie Spontanatmung.
Ein CPAP ist somit kein Beatmungsgerät, sondern lediglich ein medizinisches Hilfsmittel, das die Voraussetzung schafft, dass der Betroffene seine natürliche Spontanatmung auch einsetzen kann. Ein Bi-Level Gerät ist ein CPAP mit zwei Druckniveaus.

Für einen Therapieerfolg sind folgende Qualitätskriterien wichtig:

  • Hohe Druckstabilität bzw. kleiner Innenwiderstand
  • Geringes Betriebsgeräusch
  • Geringe Therapielufterwärmung
  • Integrierter Warmluftbefeuchter
  • Lernfähige Triggervorrichtung bei Bi-Level-Geräten
  • Einfache Bedienung
  • Gut organisiertes Servicenetz

Zahlreiche Funktionen erhöhen Komfort und Sicherheit, beispielsweise:

  • Start-Stopp-Automatik
  • Einschlaframpe
  • Leckagewarnung, Netzausfallalarm
  • Weitbereichseingang für Netzspannung
  • Gleichstrombetrieb (Batteriebetrieb)

Ein einmal verordnetes CPAP wird in der Regel zum lebenslänglichen Begleiter. Umso wichtiger ist es, dass sich ein Betroffener mit dem Gerät und seiner Wirkungsweise gründlich vertraut macht, denn Fehler bei der Geräteauswahl sind im Nachhinein wegen der damit verbundenen Kosten kaum zu korrigieren.

CPAP-Druck

im Schlaflabor ermittelter Therapiedruck, zur Verminderung häufiger Schlafapnoen.

Der CPAP-Druck muss hoch genug sein, um Obstruktionen auf ein erträgliches Maß zu begrenzen, sollte andererseits aber so klein wie möglich sein, um Therapienebenwirkungen zu vermeiden. Die Benutzung externer Luftbefeuchter oder verlängerter Schläuche können den in der Maske herrschenden CPAP-Druck unkontrolliert beeinflussen, weil Zubehör zu geänderten Druckverlusten auf dem Strömungsweg zwischen Gerät und Maske führen kann. Aus einem ähnlichen Grund können Druckeinstellungen, die an einem beliebigen Gerät ermittelt wurden, nicht kritiklos auf ein anderes Gerät übertragen werden, das einen anderen Innenwiderstand aufweist.

CPAP-Therapie

Aufrechterhaltung der Strömungsquerschnitte der oberen Atemwege während des Schlafes durch Einleitung eines Druckes über eine Gesichtsmaske.

Eine CPAP-Therapie ist angezeigt, wenn der Patient unter obstruktiven Schlafapnoen leidet. Das wichtigste Symptom dieser Krankheit ist das Auftreten extremer Tagesmüdigkeit ohne erkennbaren Grund. Im Verlauf der Therapie muss der Patient mit einer Nasenmaske schlafen und erhält darüber seine Atemluft aus einer künstlichen Atmosphäre, die von einem CPAP erzeugt wird. Der Druck in dieser Kunstatmosphäre ist gegenüber der natürlichen Atmosphäre geringfügig erhöht.

Ziel der Therapie ist es, den Apnoe-Index auf Werte unter 5 zu bringen. Eine CPAP Therapie führt nicht zur Ausheilung der Krankheit, sondern nur zur Linderung der Auswirkungen und muss lebenslang durchgeführt werden.

Compliance

Der Ausdruck hat zwei Bedeutungen:

  • Elastische Volumendehnbarkeit (Kapazität) des Thorax-Lungen-Systems messbar als Volumenzunahme pro Druckzunahme. Mit zunehmendem Alter geht die Compliance der Lunge zurück, die Lunge wird steifer.
  • Bereitschaft des Patienten zur aktiven Mitwirkung bei der Therapie

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DC-Betrieb

aus dem engl. (Direction Current = Gleichstrom)

abgeleitete Abkürzung für die Betriebsart eines Gerätes an einem Gleichstromnetz. Gleichstromnetze sind beispielsweise auch Bordnetze von Kraftfahrzeugen, Gleichstrombetrieb.

DKD

Abk. für Deutscher Kalibrierdienst.

Dabei handelt es sich um Betriebe, die über die notwendigen Eichmittel verfügen, eine genaue Justierung von Messmitteln des Auftraggebers auszuführen. Die DKD-Stellen unterliegen einer ständigen Überwachung durch die Technisch Physikalische Bundesanstalt.

Druck

Physikalische Größe für die Kraftwirkung auf eine Fläche.

Die gesetzliche Maßeinheit für den Druck ist das Pascal. 100 Pa = 1 hPa (hPa: Hektopascal) entsprechen 1 mbar (mbar: Millibar) oder dem Druck in etwa 10 mm Wassertiefe.
Je nach Bezug unterscheidet man zwischen Absolutdruck, Relativdruck und Differenzdruck:

Absolutdruck ist eine Angabe, die sich auf das Vakuum bezieht. Die Luftdruckangabe in den Wetterberichten oder auf dem Barometer ist als Absolutdruck zu verstehen.

Relativdruck bezieht sich auf den gerade herrschenden atmosphärischen Druck. Ein typisches Relativdruckmessgerät ist der Reifendruckmesser an der Tankstelle. Er misst den Druck als Überdruck zum jeweils herrschenden äußeren Luftdruck der Atmosphäre. Der CPAP-Druck ist ebenfalls ein Relativdruck, da er die Druckdifferenz zum jeweiligen atmosphärischen Luftdruck ist.

Differenzdruck kann sich auf jeden beliebigen Referenzdruck beziehen. Damit ist ein Differenzdruckmessgerät allgemein benutzbar. Wird sein Referenzdruckeingang mit einem Vakuum verbunden, dann liegt ein Absolutdruckmesser vor, bleibt der Referenzdruckeingang zur Atmosphäre offen, so hat man einen Relativdruckmesser.

Druck-Volumen-Verlauf

Darstellung der Abhängigkeit des Therapiedruckverlaufes vom Verlauf des Atemvolumens in der Therapiemaske zur Beurteilung der pneumatischen Leistungsfähigkeit eines CPAP.

Zur Beurteilung der Druckstabilität schreibt die DIN EN 17510-1 eine Dokumentation des Druck-Volumen-Verlaufs eines CPAP in den Gerätepapieren vor. Für die Messung ist ein Hubvolumen von V0 = 0,5 l mit jeweils drei unterschiedlichen Frequenzen von 10/min, 15/min und 20/min bei einem Sinuszyklus zu verwenden. Die Messungen sind bei Therapiedruckeinstellungen von 1/3, 2/3 und 3/3 des maximal am Gerät einstellbaren Therapiedrucks unter Benutzung eines genormten Ausatemventils mit 4 mm Durchmesser vorzunehmen. Für die Darstellung der Messergebnisse ist eine Tabellenform vorgeschlagen.

Die unterschiedlichen Messfrequenzen bewirken, dass das Volumen von 0,5 Liter langsam (10/min), mittelmäßig (15/min) und schneller (20/min) zu “veratmen” ist. Für den mathematisch determinierten Sinuszyklus gilt die Formel Imax = ? f V0/30 und daraus folgt:

1.) Maximalflow bei
Imax = 0,524 l/s f = 10/min und V = 0,5 l
Imax = 0,785 l/s f = 15/min und V = 0,5 l
Imax = 1,047 l/s f = 20/min und V = 0,5 l

An einem CPAP werden damit beispielsweise folgende Druckschwankungen festgestellt:

2.) Sinusfrequenz Volumen Druckabweichung
f = 10/min V = 0,5 l ?p = 0,46 hPa
f = 15/min V = 0,5 l ?p = 0,69 hPa
f = 20/min V = 0,5 l ?p = 0,92 hPa

Für den Laien haben die vielen Zahlen und Begriffe keine Aussagekraft. Teilt man jedoch zeilenweise den Maximalflow Imax nach 1.) durch die Druckabweichung ?p nach 2.), so erhält man für dieses Beispiel-CPAP immer die gleiche Zahl von 0,88 hPa/ (l/s). Diese Zahl kann als Druckstabilitätsbeiwert oder Innenwiderstand des CPAP bezeichnet werden. Eine konstante Zahl, unabhängig von der Frequenz, ist typisch für ein CPAP ohne Druckregelung.

An einem CPAP mit Druckregelung erhält man Zahlen, die mit der Frequenz steigen. Der Anstieg des Innenwiderstandes mit der Frequenz, in diesem Fall wird er mit Impedanz bezeichnet, ist umso steiler je träger das Gebläse ist.

Druckregelung

Benutzung eines Regelkreises zur Einstellung des Therapiedruckes.

Zur automatischen Stabilisierung des an einem CPAP eingestellten Therapiedruckes wird vorwiegend das Prinzip der Drehzahlbeeinflussung des Gebläses angewendet.

Ein derartiger Druckregelkreis besteht aus folgenden Komponenten:

Messglied Drucksensor,
Vergleichsglied elektronischer Differenzverstärker,
Regler elektronischer P-, PI- oder PID-Regler
Stellglied motorbetriebenes Gebläse

Der Regelkreis vergleicht ständig einen vorgegebenen Druck-Sollwert mit dem gemessenen Druck-Istwert. Der Regler errechnet daraus eine Stellgröße, die dem Stellglied zur Bereitstellung und Korrektur des Ist-Druckes zugeführt wird.

Die Dynamik einer Druckregelung beeinflusst den Innenwiderstand (Druckstabilitätsbeiwert) eines CPAP in dramatischer Weise. Sehr dynamische hochdrehende Gebläse gleichen jede Druckabweichung umgehend aus, bringen sie sozusagen gegen NULL und damit geht der Quotient Druckabweichung je Flowänderung ebenfalls gegen NULL. Eine Druckregelung unter Verwendung eines sehr dynamischen Regelkreises bewirkt somit eine drastische Verringerung der Summe aller im Gerät tatsächlich vorhandenen Strömungswiderstände. Das Atmen an diesen Geräten ist im Vergleich sehr angenehm.

Eine Druckregelung mit sehr trägen Gebläsen bewirkt das Gegenteil. Die Summe aller im Gerät vorhandenen Strömungswiderstände an Filter, Schläuchen und Kanälen wird von der Maske aus gesehen durch die Druckregelung drastisch erhöht, sobald die Atemfrequenz ansteigt.

Drucksensor

Bauelement, das bei angelegtem Druck ein proportionales elektrisches Signal abgibt.

Drucksensoren arbeiten nach unterschiedlichen Prinzipien. Bekannt sind vor allem piezoresistive und kapazitive bzw. keramische Sensoren.

Piezoresistive Sensoren sind mikromechanische Strukturen und werden ähnlich wie Halbleiterchips hergestellt. Sie sind preiswert, haben eine mittlere Genauigkeit und sind gerade richtig für die meisten massenhaften Anwendungen in der allgemeinen Mess-Steuerungs- und Regelungstechnik.

Kapazitive Drucksensoren werden auf Grund ihrer hohen Präzision auch physikalischen Messaufgaben gerecht. Sie werden insbesondere in Präzisionsgeräten und Kalibratoren eingesetzt. Der Preisunterschied zwischen kapazitiven und piezoresistiven Sensoren ist erheblich.

Druckstabilität

Qualitätsmerkmal eines CPAP, die Druckstabilität ist abhängig von einem Geräteparameter, den man als Druckstabilitätsbeiwert, Druckverlustkoeffizient oder Innenwiderstand bezeichnen kann.

Zwischen Druckvarianz und Druckstabilität muss man sehr gut unterscheiden. Während der Begriff Druckstabilität ein Gerätekennwert ist, handelt es sich bei den Begriffen Druckvarianz oder Druckabweichung um Werte, die der Patient mit seiner Atmung beeinflussen kann. Deshalb ist der Begriff Druckvarianz ungeeignet, um die Druckstabilität zu beschreiben.

Werden hingegen gleichzeitig Atemflow und Druck gemessen und die Druckabweichung in Abhängigkeit vom Flow angegeben, dann erhält man eine Zahl, die nur noch vom Gerät und nicht mehr von der Anstrengung des Patienten abhängig ist. Der Quotient Druckabweichung je Flow, gemessen in hPa/ (l/s) ist der Druckstabilitätsbeiwert oder Innenwiderstand des CPAP und bestimmt die belastungsabhängige Druckstabilität des Gerätes allein. Die Angabe der Druckstabilität in den technischen Daten eines CPAP erfolgt deshalb am besten mit einem der beiden identischen Begriffe Druckstabilitätsbeiwert oder Innenwiderstand. Wenn man diesen Beiwert mit dem zu erwartenden Atemflow multipliziert, so erhält man im Ergebnis die Druckvarianz in hPa.

Die Druckstabilität kann noch von weiteren Einflussgrößen abhängen und ist auch hier der Quotient aus der Druckabweichung und dem Änderungsbetrag der der Einfluss nehmenden Größe. Stellvertretend gelten

Druckstabilität in Abhängigkeit von der

Temperatur (Temperaturkoeffizient) = temperaturabhängige Druckabweichung
Temperaturänderung
Druckstabilität in Abhängigkeit von der
Alterung (Alterungskoeffizient) = alterungsabhängige Druckabweichung

Betriebsdauer
Je kleiner ein Koeffizient ist, desto größer ist die Stabilität (umgekehrte Proportionalität). Der belastungsabhängige Druckstabilitätsbeiwert der freien natürlichen Atmosphäre ist NULL.

Druckstabilität und innerer Strömungswiderstand eines CPAP

Druckkonstanz, Luftfilterleistung, Atemarbeit oder Druck-Volumen-Verlauf sind bekannte Begriffe zur Beurteilung der pneumatischen Leistung eines CPAP. In Wahrheit werden damit lediglich unterschiedliche Wirkungen des inneren Strömungswiderstandes eines Gerätes beschrieben. Dieser ist definiert als Quotient aus dem Druckrückgang ?p in der Maske und dem Flow V’, der dazu geführt hat:

R = ?p/V’         (1)

Nur wenn dieser Widerstand NULL ist, würden keine atemsynchronen Druckschwankungen auftreten, die Luftliterleistung wäre unendlich groß und zusätzliche Atemarbeit würde ebenfalls nicht anfallen.

Unstrittig gilt der Atemwegswiderstand der Lunge als wichtigster atemphysiologischer Parameter überhaupt. Während einer Therapie befinden sich Atemwegswiderstand der Lunge und CPAP-Innenwiderstand zeitgleich in derselben Luftströmung und nur an verschiedenen Orten, nämlich in den Bronchien bzw. im Innern des CPAP. Wegen dieser Gleichschaltung dürfte der innere Strömungswiderstand eines CPAP der wichtigste pneumatische Geräte-Koeffinzient sein.

Der Atemwegswiderstand der Lunge eines gesundenen Erwachsenen beträgt im Mittel 1,8hPA s/l. Pathologisch und behandlungsbedürftig sind Werte von größer als 3,5 hPa s/l. So jedenfalls steht es im Lexikon. Über die Größenordnung des Atemwiderstandes eines CPAP herrscht hingegen völlige Unkenntnis. Dieser Parameter, der die “Luftstärke” eines CPAP am besten beschreibt, wird in den technischen Daten der CPAP-Hersteller nicht angegeben. Das führt dann dazu dass eine Gerätebeurteilung durch den Anwender meistens nur auf nicht-pneumatische Daten wie Betriebslautstärke, Gewicht, Größe, Bedienbarkeit, Hersteller-Image usw. beschränkt bleibt.

Die CPAP-Norm DIN EN 17510-1 fordert die Offenlegung des Druck-Volumen-Verlaufes in der Patientenanschlussstelle. Die Messung muss bei einer Volumenveränderung von V0 = 0,5 l im Sinuszyklus mit den Frequenzen F = 10 /min, 15 /min und 20/ min jeweils bei 1/3, 2/3 und 3/3 des maximal einstellbaren Therapiedruckes erfolgen. Zur Darstellung der gemessenen Druckschwankungen ?p in hPa ist eine Tabellenform empfohlen. Die auf jeden Messvorgang anwendbare Widerstandsformel

R = 30 ?p/(? F V0)         (2)

liefert bei allen Frequenzen und jedem Therapiedruck stets die gleiche Zahl, wenn an einem konventionellen CPAP ohne Druckregelung gemessen wird. Der Innenwiderstand eines ungeregelten CPAP ist eine gerätetypische Konstante R und beschreibt die Luftstärke des Gerätes mit ?p = R V’ vollständig.

Moderne Geräte verfügen über eine Druckregelung und ihr Innenwiderstand ist nicht konstant, sondern frequenzabhängig und komplex. Der komplexe Widerstand ist das Resultat der Zusammenfassung des reellen Strömungswiderstandes mit einem Blindwiderstand, der sich in Abhängigkeit von der Trägheit des Gebläses einstellt. Für die Darstellung des Betrages komplexer Größen eignet sich am besten eine Frequenzgangdarstellung, bekannt auch als Bode-Diagramm.

Zur Messung des Bode-Diagramms wurde der im Bild 1 dargestellte Aufbau benutzt. Darin sind:

  • CPAP mit 10 hPa-Druckeinstellung
  • 1,7 m Standardschlauch
  • Ausatemventil mit 4 mm Durchmesser

Druckvarianz

siehe Druckstabilität

Druckverlust

Rückgang des Druckes in einem strömenden Medium entlang eines Strömungspfades aufgrund von Reibungen und Turbulenzen in Strömungskanälen.

Damit durch einen Strömungskanal eine Strömung überhaupt entstehen kann, muss ein Druckgefälle bzw. eine Druckdifferenz als Antriebskraft vorhanden sein.

Im Umkehrschluss folgt daraus, dass bei vorhandener Strömung durch einen Strömungskanal an diesem die Antriebskraft, also ein Druckverlust messbar sein muss. Es gilt der Zusammenhang

?p = I x R

(?p = Druckverlust, I = Strömungsstärke oder Flow, R = Strömungswiderstand)

In einem CPAP befinden sich auf dem Weg zwischen Frischlufteingang und Maske viele verschiedene hintereinanderliegende Strömungskanäle und an jedem entsteht ein strömungsabhängiger Druckverlust. So kommt es dazu, dass der Druck in der Maske immer um die Summe aller Druckverluste kleiner ist, als der Druck, den das Gebläse erzeugt. Wenn das Gebläse nur einen konstanten Druck erzeugen würde, wäre das Ergebnis eine sehr geringe Druckstabilität, weil die Flowänderungen zwischen Inspiration und Exspiration immer sehr unterschiedliche Druckverluste verursachen würden. Zur Vermeidung von Druckschwankungen bei Flowänderungen werden Druckregelungen eingesetzt.

Dynamik

Eigenschaft eines Systems, einer Baugruppe oder eines Bauteils, seine bestimmungsgemäße Funktion innerhalb einer (möglichst kleinen) Zeit ausführen zu können.

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Einschlaframpe

Betriebszustand, in dem ein CPAP den Therapiedruck von einem niedrigen Wert ausgehend langsam bis auf den Therapiedruck hochfährt.

Einige CPAP-Patienten können mit dem vom Arzt verordneten Therapiedruck nicht einschlafen. Deshalb bieten CPAP-Geräte fast immer die Möglichkeit der Wahl einer bestimmten Zeit, in der das Gerät den Druck von einem niedrigen Wert, der das Einschlafen nicht behindert, auf den Therapiedruck hochfährt.

Elektro-Smog

Der Begriff Elektro-Smog ist physikalisch nicht definiert. Gemeint ist die Belastung der Umwelt des Menschen mit Feldern elektrischen oder magnetischen Ursprungs.

Da sich ein CPAP während des Schlafes im Kopfbereich des Patienten befindet, könnten die davon ausgehenden Kraftfelder die Gesundheit beeinträchtigen. Da nicht bewiesen ist, dass Felder in geringer Stärke überhaupt gesundheitliche Folgen haben, ist das Thema stark umstritten. Allerdings gibt es technische Möglichkeiten, die unerwünschte Aussendung von Feldern zu reduzieren.
Die maximale Aussendung von Streufeldern durch Geräte ist durch die EMV-Norm (EMV = Elektromagnetische Verträglichkeit) gesetzlich begrenzt. Das Gesetz wurde jedoch nicht in erster Linie zum Schutz des menschlichen Körpers geschaffen, sondern zum Schutz der Funktionalität elektronischer Geräte und des reibungslosen Funkverkehrs. Man denke nur daran, dass Handys im Krankenhaus lebenserhaltende Systeme und im Flugzeug die empfindlichen Navigationsgeräte stören können und deshalb dort verboten sind.

Von elektrischen Geräten können drei Arten von Feldern ausgehen:

  • Elektrische Felder
  • Magnetische Felder
  • Elektromagnetische Felder

Jedes Lebewesen auf der Erde ist ständig von diesen Kraftfeldern und außerdem auch noch von einem Gravitationsfeld umgeben, sonst wären wir schwerelos. Bislang ist noch kein Fall belegt, dass ein elektronisches Gerät wie ein CPAP Gesundheitsstörungen durch Störstrahlungen verursacht hat. Die strengen EMV-Bestimmungen zum Schutz empfindlicher Elektronikgeräte geben inzwischen so kleine Grenzwerte für Störabstrahlungen vor, so dass eine Beeinflussung biologischer Wesen kaum noch vorstellbar ist.

Exspiration

Ausatmung

Externer Befeuchter

Luftanfeuchter, der als gesondertes Gerät betrieben wird.

siehe auch Befeuchter

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Filter

Vorrichtung zur Reduzierung von festen Bestandteilen und Mikroorganismen im Therapieluftstrom.

Bei einem CPAP befindet sich der Luftfilter im Ansaugluftweg. Seine Funktion besteht im Zurückhalten von Stäuben zum Schutz des Patienten aber auch zum Schutz des Atemsystems des Gerätes. In der Regel stehen die Geräte in einer Zimmerecke oder auf dem Nachtschrank, wo sich gerne Staub ansammeln kann. Ein feinporiger Allergiefilter ist wünschenswert, wenn eine Hausstaub- oder Pollenallergie vorliegen sollte. Meist besitzen die Filter mehrere Filterlagen mit unterschiedlicher Porenstärke vom Grobfilter bis hin zum Bakterienfilter.

CPAP-Luftfilter sind äußerst unterschiedlich wirksam. Da sie die Druckstabilität beeinträchtigen, besitzen Geräte mit sehr dynamischen Gebläsen die wirksamsten Filter. Diese Geräte können den Filterwiderstand sehr wirksam durch Druckregelung eliminieren. Geräte ohne Druckregelung besitzen die schlechteste Filterwirksamkeit.

Flankensteilheit

Geschwindigkeit des Druckanstiegs oder Druckabfalls in Bi-Level Geräten.

Eine zu hohe Druckänderungsgeschwindigkeit ist nicht nur unangenehm, sie kann durch die damit verbundene plötzliche starke Flowänderung den kurzzeitigen Kollaps enger Atemwege verursachen. Vorteilhaft ist eine Einstellmöglichkeit der Druckübergänge in einem Bi-Level.

Flex Line

Name für ein Drucksteuerverfahren von HOFFRICHTER

Mit dem Flex Line Logo gekennzeichnete Geräte senken den Therapiedruck während der Exspiration flowabhängig ab und besitzen somit einen negativen Innenwiderstand zur Erleichterung des Ausatemvorganges.

Das Verfahren wurde ursprünglich dazu entwickelt, um den flowabhängigen Druckverlust am Therapieschlauch unter Ausnutzung der Druckregelung des Gerätes auszugleichen. Durch Einstellung einer beliebigen Überkompensation entsteht der gewünschte Effekt.

Flow

Bezeichnung für Volumenstrom, pro Zeiteinheit bewegtes Volumen einer Flüssigkeit oder eines Gases z.B. Luft. Eine oft verwendete Maßeinheit ist das Liter je Sekunde.

Nach der Kontinuitätsgleichung ist der Atemflow auch das Produkt von Luftgeschwindigkeit und durchströmter Querschnittsfläche. Ob die Luft nun langsam durch eine dicke Röhre oder schnell durch eine dünne Röhre strömt, der Atemflow bleibt derselbe, solange das Produkt aus Strömungsgeschwindigkeit und Röhrenquerschnitt gleich bleibt.

Flowlimitation

Flowrückgang nach Beginn einer Inspiration durch Verengung der Atemwege.

Ähnlich wie beim Schnarchen kollabieren die Atemwege nicht völlig, sondern nur auf ein bestimmtes Maß, wodurch deren Durchgängigkeit lediglich eingeschränkt ist.

Frequenzgang

Abhängigkeit eines Signals oder eines Parameters, wie beispielsweise Druckvarianz oder Impedanz eines CPAP von der (sinusförmigen) Atemfrequenz, Bode-Diagramm.

Frequenzspektrum

Frequenzdarstellung eines Signalverlaufes

Zur Beschreibung eines Signals gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bekannt ist die Darstellung des zeitlichen Verlaufes in einem Liniendiagramm. Entsprechend dem Erscheinungsbild der dargestellten Linien kennt man besonders Sinus-, Rechteck- Trapez- oder Dreiecksignale.

Eine große technische Bedeutung besitzen Frequenzdarstellungen von Signalen. Hierbei wird versucht, den Linienverlauf eines beliebigen Signals durch eine Summe von unterschiedlichen Sinusschwingungen nachzubilden, was grundsätzlich immer möglich ist. In der Spektraldarstellung werden die Amplituden aller im Signal nachgewiesenen Sinusschwingungen über der Frequenzachse dargestellt.

Beide Darstellungsarten sind inhaltlich vollkommen gleichwertig und können ineinander überführt werden. Die Umrechnung eines Signals von seiner Zeitdarstellung in seine Spektraldarstellung erfolgt mit Hilfe der sog. Fourieranalyse. Die Rückführung einer Spektraldarstellung in ein Liniendiagramm erfolgt einfach durch Addition aller Spektralanteile.

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Gebläse

Strömungsmaschine, die mit Hilfe eines Motors einen Gasstrom erzeugt

In einem CPAP werden zur Druckerzeugung Gebläse eingesetzt, die nach dem Zentrifugalprinzip die Luft in radialer Richtung eines Flügelrades verdichten. Das Gebläse ist das wichtigste Aggregat eines Atemtherapiegerätes und bestimmt seine Qualität maßgeblich.

Nach der Arbeitsweise unterscheidet man allgemein:

  • Axialgebläse: Sie verdichten die Luft in Richtung der Lüfterachse und sind in der Lage eine große Luftmenge zu befördern, erzeugen aber nur einen geringen Druck. Axialgebläse werden im CPAP nicht benutzt.
  • Radialgebläse: Sie arbeiten nach dem Prinzip einer Zentrifuge und verdichten die Luft in Richtung des Radius. Ein Rad mit mehreren Flügeln schleudert die Luft nach außen und verdichtet sie dabei auf Grund der entstehenden Fliehkraft. Radialgebläse eignen sich zur Druckerzeugung und werden deshalb im CPAP verwendet.
  • Damit ein CPAP-Gebläse einen Druck von 20 hPa erzeugen kann, muss die Umlaufgeschwindigkeit des Laufrades etwa 200 km/h betragen.

Gebläse-Urdruck

Druckdifferenz direkt zwischen Lufteinlauf- und Luftauslassöffnung eines Gebläses, ohne Luftströmung gemessen.

Der Gebläse-Urdruck ist stets größer als der in der Maske herrschende Therapiedruck. Längs des Luftweges von der Frischluft-Eintrittsöffnung bis in die Therapiemaske hinein entstehen Druckverluste an den dort herrschenden Strömungswiderständen. Der Urdruck ist gleich der Summe aus Therapiedruck und aller Druckverluste.

In einem CPAP strömt die Luft über die Frischluft-Eintrittsöffnung ein und muss dann auf ihrem Weg bis in die Therapiemaske die Bauteile Filter, Ansauggeräuschdämpfer, Gebläseschaufeln, Ausgangsgeräuschdämpfer und Therapieschlauch durchströmen. Es gilt nun folgende Beispielrechnung für einen Therapiedruck von 8 hPa bei einem Flow von 1 l/s:

Im Ergebnis muss das Gebläse bei einem Flow von 1l/s 12 hPa Urdruck erzeugen, wenn in der Therapiemaske ein Therapiedruck von 8 hPa entstehen soll.

Da die Druckverluste von insgesamt 4 hPa vom Flow abhängen und Null sind, wenn der Flow ebenfalls Null ist, schwankt der Therapiedruck in der Maske mit dem Flow, wenn das Gebläse ungeregelt und träge ist und ständig nur 12 hPa Druck erzeugt. Für derartige belastungsabhängige Druckschwankungen hat sich der Begriff Druckvarianz gebildet.

Druckverlust am Filter 1,0 hPa
Druckverlust am Ansauggeräuschdämpfer 1,0 hPa
Druckverlust an den Gebläseschaufeln 1,0 hPa
Druckverlust am Ausgangsgeräuschdämpfer 0,5 hPa
Druckverlust am Therapieschlauch 0,5 hPa
Therapiedruck in der Maske 8,0 hPa
die Summe bildet den Gebläse-Urdruck 12,0 hPa

Gerätegeneration

Technologische Grundlage eines Gerätekonzeptes, das über einen bestimmten Zeitraum die Bauart prägt.

Die CPAP-Therapie ist nicht älter als zwei Jahrzehnte und wurde parallel begleitet von einer technischen Geräteentwicklung. Die ersten Geräte waren laut, schwer und wenig druckstabil. Sie halfen zwar gegen die unmittelbaren Auswirkungen der Schlafapnoe, hatten aber Nebenwirkungen, die als Langzeitfolgen noch heute diskutiert werden.

In der Literatur wird gelegentlich zwischen Geräten einer 1. und einer 2. Generation unterschieden, wobei die Geräte der 1. Generation für jede Druckeinstellung eine fest zugeordnete Gebläsedrehzahl angenommen haben. Auf eine Druckregelung wurde ganz verzichtet. Zum Ausgleich der Betriebshöhe über dem Meeresspiegel mussten entsprechende Einstellungen vorgenommen werden.

In Geräten der 2. Generation wird der Therapiedruck gemessen und mit einem eingestellten Solldruck verglichen. Ein Druckregelkreis verändert daraufhin die Drehzahl des Gebläses, bis Istdruck und Solldruck übereinstimmen. Geräte dieser Bauart besitzen hervorragende pneumatische Eigenschaften, wenn sehr schnell reagierende Gebläse verwendet werden.

Geräuschdämmung

Verfahren zur Verminderung der Schallabgabe an einem CPAP

Geräuschminderung sollte für den Konstrukteur mit der Vermeidung von Geräuschquellen beginnen. Da in Atemtherapiegeräten Luftströmungsgeräusche und Antriebsgeräusche entstehen, müssen geeignete geräuscharme Antriebe für Gebläse und Ventile entwickelt und der Strömungsverlauf optimal gestaltet werden. Die dann verbleibenden Geräusche müssen durch Dämmung von der Umwelt abgeschirmt werden. Dabei ist eine Dämmwand umso wirksamer, je schwerer sie ist. Deshalb ist ein leichtgewichtiges CPAP in der Regel lauter als ein Gerät mit einem hohen Gewicht. Damit der Schall nicht über die Luftkanäle nach außen oder in den Atemschlauch geleitet wird, werden im Geräteinnern Umleitungen angelegt. Das Prinzip dabei ist, dass sich eine Luftströmung umleiten lässt, nicht aber der Schall und dieser wird auf diese Weise deutlich mit jeder Umleitung gedämpft. Üblich sind zwei bis drei Umleitungen, da jede Umleitung den Druckverlustkoeffizienten erhöht.

Geräuschquellen

Schallabgebende Teile eines CPAP einschließlich seines Zubehörs

Während einer CPAP-Therapie ist ein Patient drei wesentlichen Geräuschquellen ausgesetzt:

  • Das Betriebsgeräusch, das von der Gehäuseoberfläche des Gerätes abgestrahlt wird.
  • Das Schlauchgeräusch, welches den Schlauchkanal als Schallleiter benutzt und direkt über Maske und Nase ins Innenohr gelangt.
  • Das Strömungsgeräusch des Ausatemventils

Die Reduzierung des Betriebsgeräusches eines CPAP auf Werte unter 30 dB(A) bei Therapiedrücken bis zu 10 hPa ist eine bemerkenswerte Entwicklungsleistung der letzten Jahre, die lange Zeit für nicht möglich gehalten wurde. Neueste Geräte sind bereits in der Lage, den Normwert von 30 dB(A) selbst beim höchstmöglichen Therapiedruck deutlich zu unterschreiten und erzeugen bei 10 hPa Druckeinstellung nur noch Geräusche um 25 dB(A). Das sind Geräuschwerte, die vom Patienten während der Therapie kaum noch wahrgenommen werden, da sie von den Ausströmgeräuschen der heute eingesetzten Ausatemventile überdeckt werden.

Schlauchgeräusche entstehen, wenn das Gerät keinen Ausgangsgeräuschdämpfer besitzt. Typische Schlauchgeräusche sind Heulen und Dröhnen und nur bei aufgesetzter Maske hörbar. Wenn ein Gerät nur so zum Probelauf auf dem Tisch betrieben wird, ist das Schlauchgeräusch kaum hörbar. Laute Schlauchgeräusche bei technisch veralteten Geräten und zahlreichen Billigprodukten können auf Dauer nicht nur lästig sein, sondern auch zu bleibenden Gesundheitsschäden führen.

Gleichstrombetrieb

Anschlussmöglichkeit eines CPAP an Gleichstromquellen z.B. im Kfz

Für Patienten, die häufig mit dem Auto, Wohnmobil, LKW etc. unterwegs sind, ist die Möglichkeit des Gleichstrombetriebes unverzichtbar. Viele CPAP-Hersteller bieten deshalb als optionales Zubehör sogenannte Gleichstromkonverter an, die der Patient bei Bedarf käuflich erwerben kann.

Einige CPAP-Geräte verfügen auch über die Möglichkeit des Direktanschlusses an Gleichstromquellen von 12V bis 24V.

Grenzdruck

Der größte (maximaler Grenzdruck) oder der kleinste (minimaler Grenzdruck) an der Patientenanschlussöffnung gemessene Druck, der bei einer Fehlfunktion des Gerätes, jedoch bei intakter Sicherheitsvorrichtung, im Atemsystem erreicht werden kann.

Ein Gerätefehler kann die Regelfunktion außer Betrieb setzen und das Gebläse mit Höchstdrehzahl laufen lassen. Dabei können unter Umständen gesundheitsgefährdende Drücke entstehen. Die Europäischen Norm DIN EN 17510 schreibt einen maximal zulässigen Grenzdruck bei Mono-Level Geräten von 30 hPa und bei Bi-Level Geräten von 40 hPa vor.

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Hyperventilation

Drastische Erhöhung von Atemfrequenz und Atemzugvolumen (tiefes und schnelles Durchatmen). Eine Hyperventilation kann sich unbewusst im Anschluss an eine Apnoe einstellen und ein CPAP-Gerät dabei an seine Leistungsgrenze treiben.

Höhenlage

Höhe des Betriebsortes eines CPAP-Gerätes in Metern über dem Meeresspiegel.

Bei einem CPAP mit Druckregelung ist die Höhenlage bedeutungslos, solange die Luftdichte groß genug ist, damit das Gebläse den erforderlichen Gebläse-Urdruck noch aufbauen kann. Geräte ohne Druckregelung enthalten einen Drehzahlsteller. Sofern diese Geräte über keinerlei Druckregler verfügen, muss am Gerät die jeweilige Betriebshöhe ü. d. M. eingegeben werden. Bei Höhen oberhalb 3000 m können die meisten CPAP Geräte nicht mehr eingesetzt werden.

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Impedanz

siehe komplexer Innenwiderstand

Innenläufermotor

Im Gegensatz zum Außenläufermotor ein Elektromotor mit feststehendem Statorgehäuse und drehendem inneren Rotor.

Elektronisch kommutierte EC-Innenläufermotorn besitzen eine Drehstrom-Statorwicklung in Stern- oder Dreieckschaltung und einen zylindrischen Drehmagneten als Rotor. Ein sehr hoher Betriebsstrom, möglich durch die Kommutierung über Schalttransistoren und der kleine Durchmesser des Drehmagneten führen in dieser Antriebsklasse zu bislang unerreichbar hohen Leistungsdichten von 4 W/cm3 Dauerleistung und 20 W/cm3 Kurzzeitleistung. Moderne EC-Innenläufermotoren bringen es auf Drehzahlen von 60 000 U/min und beschleunigen in 0,05 Sekunden von Null auf 40 000 U/min. Eine aktive Bremsung von 40 000 U/min auf Null geht noch schneller in 0,03 Sekunden. Die Lebensdauer von EC-Motoren ist durch die Lebensdauer der eingesetzten Kugellager begrenzt. Extreme Beschleunigungs- und Bremswerte verringern die Lagerlebensdauer.

Innenwiderstand

Druckverlustkoeffizient oder Druckstabilitätsbeiwert eines CPAP und damit die wichtigste pneumatische Kennzahl eines CPAP überhaupt. Der Innenwiderstand wird als Druckänderung pro Flowänderung und damit in hPa/(l/s)gemessen.

siehe auch Druckstabilität

Durch die wechselnde Stärke der Atemluftströmung entstehen in der Maske belastungsabhängige Druckänderungen. Diese sind umso größer, je stärker die Atemanstrengungen eines Patienten sind. Ursache ist Reibung und Wirbelbildung der Luft an Filtern, Schalldämpfern, Schläuchen und allen inneren Kanälen eines CPAP.

Ein CPAP mit einer Druckregelung besitzt keinen Innenwiderstand, sondern eine frequenzabhängige innere Impedanz.

Inspiration

Einatmung

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Kaltluftbefeuchter

siehe Befeuchter

Koeffizient

Kenngröße, Beiwert oder Kennzahl, die den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung darstellt. Ein Koeffizient ist meist der Quotient von beeinflusster und beeinflussender physikalischer Größe.

Viele technische und physikalische Angaben haben nur dann einen Sinn, wenn auch die Bedingungen angegeben sind, denen sie unterliegen. Beispiele für Koeffizienten sind:
?p/K = Temperaturkoeffizient des Druckes (Druckänderung pro Grad Temperaturänderung);
?l/K = Längenausdehnungskoeffizient (Längenänderung pro Grad Temperaturänderung).
V/A = Ohm = elektrischer Widerstand (Spannungsabfall pro Ampere Stromstärke)
hPa/(l/s) = Druckverlustkoeffizient (Druckverlust pro Liter in der Sekunde Volumenstrom)

Einige Koeffizienten besitzen eigene Namen. So bezeichnet man mit Viskosität den Reibungskoeffizienten innerhalb von Flüssigkeiten. Widerstand ist eine allgemeine Koeffizientenbezeichnung zur Beschreibung der Behinderung eines Stromflusses, unabhängig von der Art des strömenden Mediums.

Komplexer Innenwiderstand

Impedanz, allgemeines Formelzeichen z, formal ein aus zwei Komponenten z = a und jb zusammengesetzter Widerstand. Dabei bezeichnet a einen Realteil und jb einen Blindanteil des Widerstandes. Der Betrag des komplexen Widerstandes ist der scheinbar wirkende.

Eine Druckregelung macht es möglich, dass der wirksame Innenwiderstand eines CPAP sehr viel kleiner sein kann, als die Summe der Einzelwiderstände, sofern ein hochdrehendes Gebläse eingesetzt wird. Andererseits kann eine Druckregelung bei Verwendung eines sehr trägen Gebläses den Innenwiderstand eines CPAP sehr schnell erhöhen, wenn die Atemfrequenz ansteigt.

Immer dann, wenn ein Widerstand von der Frequenz abhängt, wird er mit dem Begriff Impedanz bezeichnet. Da moderne CPAP-Geräte zunehmend über eine Druckregelung verfügen, besitzen sie nicht mehr einen frequenzunabhängigen Innenwiderstand, sondern eine atemfrequenzabhängige Impedanz. Eine optimale Angabe der pneumatischen Leistungsfähigkeit eines CPAP ist die Darstellung seiner Impedanz in einem Bode-Diagramm.

Konverter

Konvertierer; ein Gerät, das eine Energie- oder Signalform in eine andere Energie- oder Signalform umsetzt.

Im Zusammenhang mit Atemtherapiegeräten sind Konverter Geräte, die den Betrieb eines CPAP auch an anderen Energiequellen ermöglichen.

Beispiel:
Ein CPAP ist nur für den Betrieb mit 240 V Wechselspannung oder mit 24 V Gleichspannung ausgelegt, soll aber an einer 12 V Autobatterie betrieben werden.
Eine Möglichkeit besteht in der Benutzung eines Konverters, der die 12 V Gleichspannung der Autobatterie in 240 V Wechselspannung wandelt. Eine andere Möglichkeit ist die Benutzung eines Konverters, der 12 V Gleichspannung in 24 V Gleichspannung wandelt.

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Leckagewarnung

Sicherheitsfunktion, die bei einem Druckabfall z.B. durch eine verrutschte Therapiemaske einen akustischen Alarm erzeugt

Luft(liter)leistung

Grenzflow, den ein CPAP bei eingestelltem Maximaldruck abgeben kann.

Wenn an einem CPAP der Maximaldruck eingestellt ist und man erhöht den Flow soweit, bis der Druck um 1 hPa zurückgeht, dann ist der Grenzflow erreicht. Der Grenzflow ist ausreichend, wenn er unter Einhaltung des Maximaldruckes 120 l/min übersteigt.

Einige Hersteller geben als Maximalflow den Wert an, der bei offenem Therapieschlauch gemessen werden kann, wenn also der Therapiedruck auf NULL zusammengebrochen ist. Dieser Messwert hat jedoch keinen praktischen Wert für den Anwender.

Luftbefeuchter

siehe Befeuchter

Luftdichte

Quotient von Masse und Volumen der Luft. In Normalhöhe beträgt die Luftdichte

1,2929 kg/m3. Die Luftdichte nimmt proportional mit dem Luftdruck ab.

Lufterwärmung

Zunahme der Lufttemperatur beim Durchgang durch ein CPAP

Wenn ein CPAP die Therapieluft anwärmt, besteht die Gefahr einer Austrocknung der Schleimhäute in Nase und Rachen. Nach Einschaltung eines CPAP dauert es etwa 1 bis 2 Stunden, bis die Lufterwärmung auf ihrem Endwert angekommen ist. Hauptursache der Lufterwärmung ist ein schlechter Wirkungsgrad der eingesetzten Gebläse. Die Lufterwärmung am Ende eines 1,80 m langen Therapieschlauches sollte bei 10 hPa Therapiedruckeinstellung und nach 2 Stunden Dauerbetrieb 4 °C nicht überschreiten. Einige Geräte bringen es leicht auf 10 °C bis 15 °C. In diesem Fall ist ein Luftbefeuchter der letzte Ausweg.

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Maskentest

Komfortfunktion eines CPAP

Bei aktivierter Einschlaframpe erhöht das CPAP den Druck langsam von einem kleinen Wert ausgehend bis auf den Therapiedruck. Dieser Vorgang kann mehrere Minuten andauern und soll das Einschlafen erleichtern. Normalerweise bekommt der Patient dann nicht mehr mit, wenn die Maske nach Erreichen des Therapiedrucks eine Leckage aufweist.

Die Maskentestfunktion schaltet zwischen Einschaltvorgang und Start der Einschlaframpe eine Phase, in der das CPAP seinen endgültigen Therapiedruck erzeugt. In dieser Phase, dessen Dauer frei gewählt werden kann, besteht für den Patienten die Möglichkeit, die Dichtheit der Maske zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Nach Ablauf der Maskentestphase startet das CPAP seine Rampenfunktion.

Medizinproduktegesetz

Seit 27. Juli 1994 geltendes Gesetz zur Regelung des Verkehrs mit Medizinprodukten um dadurch für die Sicherheit, Eignung und Leistung der Medizinprodukte sowie der Gesundheit und den erforderlichen Schutz der Patienten, Anwender und Dritter zu sorgen.

Mikrobenfilter

Bakterienfilter, Vorrichtung zur Rückhaltung von Bakterien und anderen Kleinstlebewesen im Therapieluftstrom.

Der Einsatz von Mikrobenfilter darf nicht dazu führen, dass der Innenwiderstand der Geräte unzulässig erhöht wird. Deshalb können derartige Filter nur in Gerätesystemen eingesetzt werden, die eine ausreichende pneumatische Leistungsfähigkeit aufweisen.

Mono-Level-Therapie

CPAP-Therapie mit einem Druckniveau

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Nebenwirkungen

Kurzfristige und langfristige negative Auswirkungen auf den Gesundheitszustand eines Patienten bei der CPAP-Therapie.

In den Begleitunterlagen werden Nebenwirkungen wie Reizungen durch Austrocknen der Schleimhäute bei zu hoher Therapielufterwärmung, zeitweilige Verwirrung als Folge zu hohen Druckes und Gesichtshautirritationen durch ungeeignetes Maskenmaterial beschrieben.

Eine unangenehme Nebenwirkung, insbesondere bei zu hoher Druckvarianz ist das Eindringen von Luft durch die Speiseröhre in den Verdauungstrakt, wenn der Schließmuskel am Magenpförtner nicht mehr ausreichend schließt. Da die Luft am folgenden Tag wieder entweichen muss, kann das recht peinlich werden. Außerdem können Beschwerden eintreten, weil Lunge und Herz durch Vergrößerung des aufgeblasenen Magens eingeengt werden.

Eine zu hohe Geräuschentwicklung eines Gerätes kann bei langandauernder Einwirkung zu Erkrankungen als Folge von Dauerstress führen.

Umstritten sind die Zusammenhänge zwischen Langzeitfolgen einer CPAP-Therapie und Druckkonstanz eines Gerätes, die noch in keiner Studie verlässlich untersucht worden sind.

Netzausfallalarm

Akustische Alarmfunktion bei Ausfall des Versorgungsnetzes während der CPAP-Therapie

Ein Netzausfall während der Therapie führt zum Stillstand des Gebläses. Geschieht dieses unbemerkt während des Schlafes, dann kommt es zur Rückatmung verbrauchter Luft. Es entsteht eine CO2-Anreicherung und O2-Unterversorung, die unter Umständen auch gefährlich werden könnte.

Hochwertige Geräte verfügen deshalb über einen akustischen Alarm, der den Patienten beim Ausfall der Stromversorgung warnt.

Netzwahlautomatik

utomatische Anpassung an verschiedene weltweit übliche Netzspannungen und – Frequenzen

Insbesondere bei älteren Geräten muss die Geräteanpassung an das jeweilige Landes-Energienetz mit Hilfe eines Schalters noch von Hand erfolgen. Wird diese Umschaltung z.B. während einer Reise vergessen, kann dieses zu irreparablen Schäden am Gerät führen. Modernere Geräte besitzen ein Schaltnetzteil mit einem Weitbereichseingang. Diese Geräte können ohne weiteres an alle weltweiten Netze direkt angeschlossen werden.

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Obstruktion

Verschluss eines Hohlorganes

Bei der CPAP-Therapie steht der Begriff “Obstruktion” immer im Zusammenhang mit dem Verschluss der oberen Atemwege aufgrund der Erschlaffung des Gewebes während des Schlafes und der damit einhergehenden Schlafapnoe.

Obstruktive Schlafapnoe

Vollständiger oder teilweiser mechanischer Verschluss der oberen Atemwege durch körpereigenes Gewebe.

Ein strömungsbedingter Druckabfall in Verbindung mit einem erschlafften Gewebe im Rachenraum führt zu einem Kollabieren der Atemwege mit eventuellem Totalverschluss. Während dieses gefährlichen Zustandes droht der Schläfer zu ersticken. Der bald darauf auftretende Kohlendioxidanstieg im Blut und die verminderte Herzfrequenz führen dazu, dass das Gehirn eine “Überlebensreaktion” auslöst. Der Kranke erschreckt plötzlich, unterbricht den gesunden Schlafablauf, ohne richtig zu erwachen und holt mit aller Kraft unter lautem Schnarchen Luft bis sich die Sauerstoffwerte und die Herzfrequenz wieder normalisiert haben.
Die Behandlung der Schlafapnoe erfolgt meistens dadurch, dass dem Betroffenen ein CPAP verordnet wird. Mechanische Hilfsmittel zur Offenhaltung der Atemwege oder operative Maßnahmen stellen eine Alternative zur CPAP-Therapie dar.
Eine gesunde Lebensweise, insbesondere die Vermeidung von Alkoholgenuss vor dem Schlafengehen vermindern die Anzahl von Schlafapnoen während der Nacht.

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Patientenanschlussöffnung

Öffnung des Atemsystems eines Gerätes, an die der Patient angeschlossen werden kann, praktisch die geöffnete Seite der Therapiemaske.

Phasenverschiebung

Differenz der Phasen zweier Schwingungen mit gleicher Frequenz. Die Phasen zweier Schwingungen sind gleich und die Phasenverschiebung ist NULL, wenn ihre Schwingungszustände, z. B. Maxima und Minima zu jedem Zeitpunkt übereinstimmen. Eine Phasenverschiebu

Das Phänomen der Phasenverschiebung existiert nur in einem CPAP, das eine Druckregelung aufweist. Schnelle Atmung und träges Verhalten des Druckregelkreises können sich unter Umständen sehr ungünstig auswirken. Wenn der Druckregler einen Therapiedruck-Rückgang infolge einer Einatmung mit einer Druckerhöhung ausregeln will, den erhöhten Druck aber erst dann bereitstellt, wenn der Patient schon wieder ausatmen will. Eine derartig unkoordinierte Arbeitsweise des Regelkreises erschwert das Atmen sehr.

Die scheinbare Erhöhung des Innenwiderstandes eines CPAP durch Phasenverschiebung wird dadurch berücksichtigt, dass man den Innenwiderstand als Impedanz betrachtet und dadurch seine Frequenzabhängigkeit berücksichtigt wird.

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Lexikon wichtiger Begriffe zum Thema Schlafapnoe
mit freundlicher Genehmigung der Firma Hoffrichter übernommen

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Relative Luftfeuchte

Verhältnis der tatsächlich enthaltenen zur maximal möglichen Masse des Wasserdampfes in der Luft, also absolute Feuchte geteilt durch maximale Feuchte in Prozent.

Die maximal mögliche Feuchte steigt mit der Temperatur an. Eine Erwärmung von Luft hat zur Folge, dass sie mehr Wasser aufzunehmen in der Lage ist.

Wird beispielsweise die Therapieluft im Inneren eines CPAP erwärmt, dann kann sie beim Eintreten in die oberen Atemwege mehr Wasser in sich aufnehmen und wird dieses den Schleimhäuten entziehen. In der Folge kommt es zu Reizungen der Schleimhäute in Nase und Rachen. Als Gegenmaßnahme werden Befeuchter eingesetzt.

Ringkerntransformator

Eine Bauart eines Transformators, bei der die Wicklungen auf einem toroidförmigen

Kern untergebracht sind. Rinkerntransformatoren besitzen keine oder nur sehr schwache Streufelder.

Rückatmung

Wiedereinatmung von bereits ausgeatmeter Luft

Stromausfall, zu großes Maskenvolumen, zu kleine Öffnung im Ausatemventil, falsche Anordnung des Ausatemventils oder Verordnung eines zu kleinen Therapiedrucks kann eine Rückatmung die Folge haben.

Das Volumen eines Standard-Therapieschlauches inklusive des Innenraumvolumens des Gebläses ist größer als das Atemzugvolumen. Ein unbemerkter Stromausfall könnte deshalb sogar gefährlich werden. Therapiegeräte mit einem Netzausfallalarm erhöhen deshalb die Sicherheit.

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SIDS

Abkürzung für Sudden Infant Death Syndrome

Plötzlicher Kindstod

Mit diesen Begriffen ist immer ein unerklärbarer Todesfall eines Kindes während des ersten Lebensjahres gemeint.

Schalldämmung

siehe Geräuschdämmung

Scheinleistung

Einheit VA, Produkt aus Strom I und Spannung U und damit die scheinbar von einem Gerät aufgenommene Leistung. An einem Verbraucher wird nur Wirkleistung in nutzbare Energie umgesetzt.

Ein Teil der Scheinleistung ist lediglich Blindleistung, die von einem Gerät aufgenommen und wie von einem kleinen “Mini-Kraftwerk” wieder ins Energienetz zurückgeliefert wird. Blindleistung verursacht zwar einen nicht unerheblichen Stromfluss durch Leitungen und Geräte, muss aber von einem Stromkunden nicht bezahlt werden. Das Entstehen von Blindströmen geht einzig und allein auf die Eigenschaften des in Deutschland existierenden Wechselstromnetzes zurück.

Schlaf

Erholungs- und Erneuerungsperiode für den gesamten Organismus

Ein erholsamer, gesunder Schlaf gliedert sich in verschiedene Phasen:

  • Wachphase
  • Einschlafphase
  • REM-Phase (Rapid Eye Movement, Traumphase)
  • Leichtschlafphase
  • Tiefschlafphase

Während eines gesunden Schlafes werden diese Phasen mehrmals in einer Nacht durchlaufen. Dieser Ablauf ist für die nächtliche Erholung unbedingt notwendig. Wird er nachhaltig gestört, führt dieses zu ernsten körperlichen und seelischen Komplikationen.

Schlafapnoe

Apnoe während der Schlafphase

zu Apnoe

Schnarchen

Rhythmisches strömungsbedingtes Zusammenziehen der oberen weichen Atemwege im Rachenbereich

Im Rachenbereich bestehen die Atemwege aus weichem Gewebe. Zwischen Zungengrund und hinterem weichen Gaumen gibt es eine Engstelle, in der die Luft schon bei normaler Atmung mit Spitzengeschwindigkeiten von 80 km/h strömt.

Je schneller Luft strömt, desto kleiner ist der Luftdruck. Das soll an einem anschaulichen Beispiel demonstriert werden:

Jeder kennt es, dass auf der Straße der Abstand zwischen Autos mit zunehmender Geschwindigkeit steigt. Dadurch sinkt natürlich die Gewichtsbelastung pro Meter Fahrbahn ab. Auch Luftmoleküle vergrößern ihren Abstand zueinander, je schneller die Luft strömt und dadurch sinkt der Luftdruck gegen die Wandungen der Atemwege.

Zusätzlich können Druckverluste beim Einströmen der Luft in Nase oder Mund entstehen. Auch dadurch ist der Luftdruck gleich hinter der Einströmstelle geringer als der atmosphärische Luftdruck im Schlafzimmer. Im Rachen wird ein strömungsbedingtes Vakuum erzeugt und die Wände der engsten Stelle des Atemweges, dort wo die Geschwindigkeit am größten ist, klatschen zusammen. Die Strömung stockt abrupt.

Dadurch verschwindet der strömungsbedingte Unterdruck im Rachen und die Wände des kollabierten Atemweges gehen sofort wieder in ihre Normalposition. Jetzt kann die Strömung neu einsetzen, aber nur bis der Atemweg bei genügend starker Strömung erneut kollabiert. Das geschieht in jeder Sekunde mehr als 20 mal und erzeugt das bekannte Schnarchgeräusch.

Das Gaumensegel ist an der Entstehung des Schnarchens vollkommen unschuldig, wird aber vom Schnarchvorgang stark in Mitleidenschaft gezogen. Es kann allerdings anschwellen und die Atmung zusätzlich behindern.

Selbsthilfegruppen Schlaftherapie

Freiwilliger Zusammenschluss von Menschen, die sich durch ihr Leiden an obstruktiver Schlafapnoe verbunden fühlen und durch aktive Selbsthilfe gegenseitig helfen.

Ziel der Selbsthilfegruppen ist die individuelle Hilfe aber auch die Stärkung des Problembewusstseins in der Öffentlichkeit. Hierzu suchen Selbsthilfegruppen auch Kontakte zur Industrie, zu Fachverbänden und gesellschaftlichen Organisationen.

Da staatliche Hilfe auf Grund von bürokratischen Hemmnissen und langwierigen Feststellungsprozessen in der Regel zu spät kommt, üben Selbsthilfegruppen die schnelle und aktive Selbsthilfe, ohne professionelle Ausbildung und ohne staatliche Förderung oder Unterstützung.

Selbstregulierendes CPAP

siehe Auto-Adjust-Geräte

Sinuszyklus

Sinusförmiger Verlauf einer zeitlich veränderlichen physikalischen Größe. Durch Angabe von Frequenz und Amplitude ist eine Sinusschwingung vollständig definiert.

Die sinusförmige Veränderung einer physikalischen Größe wie z. B. Spannung, Strom, Druck und Flow nennt man auch harmonische Schwingung. Alle schwingfähigen linearen Systeme haben die Eigenschaft, harmonisch und damit sinusförmig auszuschwingen, auch wenn sie vorher mit einer anderen Schwingungsform, z. B. mit Rechteckimpulsen erregt wurden. Die Sinusschwingung ist allen natürlichen Systemen eigen, da sie den geringsten Energieaufwand erfordert. Auch der Verlauf des Atemflow wird immer sinusförmiger, je größer die Atemfrequenz wird, weil dabei der Energieaufwand zum Lufttransport am geringsten ist.

Ein sinusförmiger Signalverlauf eignet sich in der Technik sehr gut als Testsignal, da der zeitliche Verlauf durch Angabe von Frequenz und Amplitude eindeutig bestimmt ist. So ist auch festgelegt, dass der Druck-Volumen-Verlauf eines CPAP mit Hilfe einer sinusförmigen Schwingung ermittelt werden muss.
Jede beliebige Schwingung und jeder beliebige Atemsignalverlauf kann mit Hilfe der Fouriertransformation als Summe von Sinusschwingungen dargestellt werden. Die dabei ermittelten Frequenzen können dann in Form eines Frequenzspektrums dargestellt werden.

Softstart

siehe Einschlaframpe

Spectaris

Erstmals am 16. März 1999 in Köln unter dem Namen “Respiratorische Heimtherapie” gegründete Fachgruppe der Industrie im “Verband der feinmechanischen und optischen Industrie”.

Ziel der Fachgruppe ist es, die Kommunikation im komplexen Beziehungsgeflecht zwischen Patienten, Ärzten, Kostenträgern und Herstellern zu fördern.

Mitglieder der Fachgruppe sind Vertreter von Geräteherstellern, Vertriebsunternehmen und wissenschaftlichen Institutionen, die auf dem Gebiet der Respiratorischen Heimtherapie tätig sind.

Spektrum

siehe Frequenzspektrum

Sprungantwort

Übergangsfunktion eines Systems nach Einwirken einer Einheits-Sprungfunktion

Die Testdurchführung ist verblüffend einfach und liefert promte Ergebnisse mit hoher Aussagekraft. Höchst populär wurde der Sprungantwort-Test bei der Testung der der A-Klasse von Mercedes, wo er als “Elchtest” in die Technikgeschichte eingegangen ist und die Fahrwerksprobleme eindrucksvoll vorgeführt hat.

Die Testmethode ist recht einfach. Man ändert sprungartig eine Einflussgröße und beobachtet die Auswirkungen. Beim Elchtest wurde sprungartig der Lenkradeinschlag geändert, mit der Auswirkung, dass das Fahrzeug umkippte.
Bei einem CPAP kann man im eingeregelten Zustand, wenn beispielsweise 10 hPa Druck an eine 4 mm Normdüse abgegeben werden, den Flow um 1 l/s erhöhen, indem man schlagartig eine weitere Düse mit passendem Durchmesser öffnet. Bei diesem Test reagieren die Geräte sehr unterschiedlich.

Ungeregelte Geräte reduzieren sofort den Therapiedruck je nach Fabrikat sogar um bis zu 2,5 hPa und liefern fortan nur diesen reduzierten Druck. Besonders eindrucksvoll ist das Ergebnis, wenn das CPAP zusammen mit einem externen Befeuchter getestet wird.
Der bleibende Druckrückgang ist zahlenmäßig identisch mit dem Innenwiderstand. Wenn der Druckrückgang bei einem 1 l/s-Sprung 0,88 hPa beträgt, dann ist auch der Druckstabilitätsbeiwert 0,88 hPa/ (l/s). Siehe auch unter Druck-Volumen-Verlauf.

Geregelte Geräte reduzieren zunächst ebenfalls den Druck, lassen ihn aber sogleich wieder auf den ursprünglichen Wert ansteigen. Geregelte Geräte unterscheiden sich sowohl in der Größe des Druckrückgangs als auch in der Zeitdauer für den Druckausgleich. Die Ausgleichsgeschwindigkeit qualitativ hochwertiger Geräte erreicht Werte von 20 hPa/s.

Stand-by-Betrieb

Bereitschaftszustand eines Gerätes

Im Stand-by-Betrieb ist die Hauptfunktion eines Gerätes ausgeschaltet. Einige Nebenfunktionen bleiben aber weiterhin in Betrieb, um eine möglichst einfache beispielsweise auch automatische oder ferngesteuerte Wiederinbetriebsetzung der Hauptfunktion ermöglichen zu können.

Die Leistungsaufnahme von Geräten im Stand-by-Betrieb liegt im Bereich von 1 bis 5 Watt.

Der Stand-by-Betrieb wurde erfunden, um die störanfälligen mechanischen Schalter ablösen zu können. Ein Anwender sollte selbst entscheiden, ob er den störungsfreien Stand-by-Betrieb benutzt, dafür pro Gerät im Jahr etwa einen Euro bezahlt, oder ob er Energiekosten sparen will und sich dafür dem Risiko aussetzt, dass der Gerätehauptschalter vorzeitig ausfällt. Neben den Umständen, die eine derartige Störung verursacht, entsteht ein hoher Fahraufwand des Servicetechnikers.

Zahlreiche Beiträge in den Medien suggerieren, dass der Stand-by-Betrieb aller Geräte den Geldbeutel extrem belasten kann und dass man die Geräte deshalb möglichst immer nur mit dem Hauptschalter ausschalten und nicht den Stand-by-Betrieb benutzen soll. Zum Beweis werden Berechnungsformeln verwendet, die aus der Zeit vor etwa 100 Jahren stammen, als es in Deutschland noch Gleichstromnetze gab.

Selbst wenn man alle in einem Haushalt befindlichen Geräte in den Stand-by-Betrieb schaltet, dreht sich der Elektrizitätszähler nicht oder extrem langsam, obwohl dabei ein recht hoher Strom fließen kann. Dieser Blindstrom fließt jedoch ohne verbraucht zu werden wieder ins Versorgungsnetz zurück und wird vom Energieversorger nicht berechnet. Das ist eine Eigenart unserer heutigen Wechselspannungsnetze.

Start-Stopp-Automatik

Komfortfunktion, automatisches ein- und ausschalten des Gebläses eines CPAP-Gerätes durch den Atemvorganges.

Das Gebläse wird nach Aufsetzten der Maske durch den ersten Atemzug automatisch gestartet, ohne dass irgendein Schalter betätigt werden muss. Das Gebläse schaltet sich automatisch nach einer Verzögerungszeit aus, sobald die Maske wieder abgelegt wird.

Eine Start-Stopp-Automatik erfordert einen Stand-By-Modus des Gerätes. Eine im Gerät vorhandene Leckagewarnung wird nach Aktivierung einer Start-Stopp-Automatik eventuell unterdrückt, denn das Abnehmen der Maske kommt einer Leckage gleich und führt dann nicht mehr zum Alarm, sondern zum automatischen Ausschalten des Gerätes.

Strömungsverlust

siehe Druckverlust

Strömungswiderstand

eine von Körpern (Strömungshindernisse) ausgehende Kraft, die eine Strömung behindert

Man unterscheidet laminare Strömungswiderstände (Reibungswiderstände) und turbulente Widerstände. Laminare Widerstände sind enge Röhren und Siebe, beispielsweise auch Filterfliese. An diesen Widerständen wird Strömungsenergie durch Reibung in Wärme umgewandelt.

Turbulente Widerstände sind gekennzeichnet durch das Entstehen von Luftwirbeln, wobei die Strömungsenergie in die Rotationsenergie zahlreicher Wirbel übergeht. Wirbel behindern eine Strömung ebenfalls und sind deshalb Strömungshindernisse. Da ein Wirbel seine Energie an einem anderen Ort oder zu einer anderen Zeit wieder an die Strömung zurückgeben kann, ist die Energie eines Wirbels eine sogenannte Blindenergie.

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Technische Daten

Angaben des Herstellers zur Leistungsfähigkeit seines Produktes

Technische Daten sollen Arzt, Kostenträger und Patient befähigen, die auf dem Markt erhältlichen Geräte nach ihrer Leistungsfähigkeit beurteilen zu können. Die Angaben sind in der Regel nicht einheitlich oder beruhen auf unterschiedlichen Mess- und Bewertungsverfahren, so dass Vergleiche oftmals nicht möglich sind.

Therapiedruck

Vom Arzt verordneter und an einem CPAP oder Bi-Level Gerät eingestellter CPAP-Druck zur Verhinderung obstruktiver Schlafapnoen.

Therapieluft

Von einem CPAP unter den Therapiedruck gesetzte Luft, die dem Patienten als Atemluft zugeführt wird.

Therapiemaske

Die Therapiemaske dient der Einleitung des CPAP-Druckes in die oberen Luftwege.

Grundsätzlich wird zwischen zwei Maskentypen unterschieden:

  • Nasenmasken
  • Gesichtsmasken

Üblicherweise genügen Nasenmasken den Anforderungen, da der Patient während der CPAP-Therapie mit einer Nasenmaske reflektorisch den Mund schließt. Nur ganz selten ist dieser Reflex nicht vorhanden und eine Gesichtsmaske (full face Maske)erforderlich.

Das Angebot an Masken unterschiedlicher Typen und Größen ist groß und stellt sicher, dass für jeden Patienten eine geeignete Maske gefunden werden kann.

Totraum

Volumenanteil von Maske und Ausatemventil bis zur Abluftöffnung, der rückgeatmet werden kann.

Bei der Ausatmung werden die Maske und ein Teil des Schlauches mit verbrauchter Luft gefüllt. Zumindest ein Teil der in der Maske befindlichen verbrauchten wird mit dem nächsten Atemzug wieder eingeatmet. Zur Minimierung der Rückatmung sollte die Abluftöffnung, des Ausatemventils so dicht wie möglich am Nasenausgang angeordnet und das Volumen der Maske so klein wie möglich gewählt sein.

Trigger

Techn. Vorrichtung, die bei Überschreitung einer Vorgabeschwelle einen Vorgang startet. In der Atemtherapie hat der Atemtrigger eine große Bedeutung.

siehe auch Atemtrigger

Triggerarbeit

siehe Atemtrigger

Turbine

Häufig benutzte fälschliche Bezeichnung für das Gebläse in einem Atemtherapiegerät.

Eine Turbine ist eine Strömungskraftmaschine, die aus einem Flüssigkeits- oder Gasstrom Energie erzeugt. Ein Gebläse ist eine Strömungsmaschine mit einem Antrieb, die aus der Antriebsenergie einen Gasstrom erzeugt.

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Ungeregeltes CPAP

siehe Gerätegeneration

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Verordnung

Ärztliche Verschreibung eines medizinisch notwendigen Hilfsmittels für die Atemtherapie.

Bei festgestellter medizinischer Notwendigkeit wird der Arzt ein Atemtherapiegerät verordnen. Die Kostenübernahme erfolgt durch die gesetzliche oder private Krankenversicherung.

Welches Gerät zur Anwendung kommt, sollten Arzt und Patient gemeinsam entscheiden.

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Warmluftbefeuchter

siehe Befeuchter

Wirkleistung

Einheit ist das Watt (W), Produkt aus Strom I, Spannung U und Von einem Verbraucher wird nur die Wirkleistung in eine Leistungsfaktor cos ø andere Energieform umgewandelt.

Elektrische Verbraucher nehmen eine Scheinleistung auf, verbrauchen davon aber nur den Wirkleistungsanteil und liefern die Differenz als Blindleistung unverbraucht an das E-Werk zurück. Blindleistung wird von einem Elektrizitätszähler nicht gezählt und steht deshalb auch nicht auf der Stromrechnung. Die Gesamtheit der Blindleistung belastet die Netze der Stromverbraucher durch hohe Blindströme, was in den Stromtarifen berücksichtigt ist.

Wirkwiderstand

In der Pneumatik ein Widerstand, an dem Arbeit lediglich durch Reibung umgesetzt wird.

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Zentrale Apnoe

Durch das Zentralnervensystem ausgelöster Atemstillstand.

Eine zentrale Apnoe tritt nicht so häufig auf wie eine obstruktive Apnoe. Auch in diesem Fall wird der normale Ablauf des Schlafes häufig durch ein plötzliches Erschrecken und Wiedereinsetzen der Atmung unterbrochen.

Im Gegensatz zu einer obstruktiven Apnoe, die durch Erhöhung des Therapiedrucks beendet wird, darf der Druck bei einer zentralen Apnoe auf keinen Fall erhöht werden, weil dadurch das Wiedereinsetzen der Atmung behindert wird. Diese Erkenntnis ist bei der Steuerung von Auto-Adjust-Geräten bedeutsam.

zusätzliche Atemarbeit

Zusätzlich von der Atemmuskulatur aufzubringende Energie zur Überwindung der Strömungswiderstände des CPAP inklusive des verwendeten Zubehörs.

Entgegen dem persönlichen Eindruck entsteht zusätzliche Atemarbeit nicht dadurch, dass gegen einen erhöhten Druck ausgeatmet werden muss, denn diese Anstrengung wird physikalisch gesehen durch eine gleich große Erleichterung beim Einatmen wieder ausgeglichen.

Zusätzliche Atemarbeit entsteht, wenn das CPAP einen Innenwiderstand aufweist. Der Atemwegswiderstand der Lunge und der Innenwiderstand eines CPAP sind strömungstechnisch hintereinandergeschaltet und werden zur gleichen Zeit vom gleichen Flow durchströmt, der von der gleichen Atemmuskulatur aufzubringen ist. Wenn also der Atemwegswiderstand der Lunge der atemphysiologisch bedeutendste Parameter des Menschen ist, dann ist der Innenwiderstand oder Druckstabilitätsbeiwert der bedeutsamste pneumatische Parameter eines CPAP.

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